Kreativitätstechniken

Folgende Definition für Kreativitätstechniken war Anfang 2001 auf der Homepage des Gabler-Verlags zu finden :

"Kreativitätstechniken" sind "... Suchregeln oder Heuristiken (Heuristik), die individuelle Gedankengänge oder gruppenorientierte Suchprozesse stimulieren (Stimulation eines kreativen Prozesses), insbes. bei Problemstellungen, die kreative Lösungen erfordern (z. B. bei der Suche nach Innovationen), anzuwenden. Durch den Einsatz von K. wird die Findewahrscheinlichkeit von (vielen) Ideen bei innovativen Problemstellungen erhöht; ein Findeerfolg ist jedoch nicht garantiert."

Brainstorming

Brainstorming haben viele verschiedene Varianten und Ausprägungen, hier einige von denen:

Brainstorming

GliederungBeschreibung
ZielErzeugung wechselseitiger
Assotiationen
MethodikIn einem Gespräch oder
Diskussionsrunde werden über einen begrenzten Zeitraum
Ideen oder Schlagworte in die Runde eingeworfen, die
anschliessend strukturiert und besprochen
werden. Dabei sollten folgende Spielregeln beachtet werden :

  • Alle Teilnehmer müssen ihr
    Faktenwissen einbringen, auch wenn es für das Problem
    nicht relevant erscheint (denn es kann Assoziationen bei
    anderen wecken).
  • Einfälle der Teilnehmer
    dürfen nicht reglementiert werden.
  • Problemorientierung geht vor
    Lösungsorientierung, denn frühzeitiges
    "Einschießen" auf eine Lösung erschwert
    das Auffinden von Alternativen.
  • Geringer Konsens kann auch
    fördernd auf das Hervorbringen neuer, innovativer Ideen
    wirken.
  • Die Ideenbewertung kommt nach der
    Sitzung; diese dient der Ideenfindung.
  • In hierarchisch strukturierten
    Gruppen mit Abhängigkeitsverhältnissen darf der
    Vorgesetzte die von ihm vermutete oder favorisierte
    Lösung nicht äußern, denn die anderen
    schwenken sonst leicht darauf ein, anstatt innovativ und
    kreativ zu sein.
  • Quantität geht vor
    Qualität, denn es geht zunächst darum, Ideen zu
    produzieren.
  • Jeder Versuch einer Kritik oder
    Stellungnahme während der Sitzung soll vermieden oder
    aufgeschoben werden.
  • Es besteht kein individuelles Urheberrecht an Ideen, sondern ein kollektives, denn Kennzeichen des Brainstormings ist das Aufgreifen und Weiterspinnen von Ideen. Daher kann sich kein Beteiligter das Ergebnis oder Teile davon auf seine Fahne schreiben.

NotwendigModerator
VorteilKann spontan gemacht werden, keine große Vorbereitung notwendig.
NachteilMindestens zwei Personen notwendig. Moderator muss die Diskussion anleiten, damit Ergebnisse erfasst werden und Konflikte vermieden werden.
BeispielBesprechungsleitfaden

Brainwriting

GliederungBeschreibung
ZielErzeugung wechselseitiger Assotiationen
MethodikAnalog zu Brainstorming. Statt im Gespäch ausgesprochen, werden die Ideen aufgeschrieben und unter den Teilnehmern ausgetauscht.
NotwendigModerator, Papier, evtl. Pinnwand
VorteilKann spontan gemacht werden, keine große Vorbereitung notwendig.
NachteilMindestens zwei Personen notwendig. Die Regeln/Vorgehensweise sind erklärungsbedurftig. Moderator muss die Abschluss-Diskussion anleiten, damit Ergebnisse erfasst werden und Konflikte vermieden werden.
Beispiel

Metaplan oder Moderationsmethode

  • Metaplan oder Moderationsmethode

  • GliederungBeschreibung
    ZielErzeugung wechselseitiger Assotiationen
    MethodikWie Brainwriting. Statt im Gespäch ausgesprochen, werden die Ideen auf Kärtchen aufgeschrieben und und anschliessend aufgehängt, strukturiert und ergänzt.
    NotwendigModerator, Papierkärtchen, Pinnwand
    VorteilKann spontan gemacht werden, keine große Vorbereitung notwendig.
    NachteilMindestens zwei Personen notwendig. Die Regeln/Vorgehensweise sind erklärungsbedurftig. Moderator muss die gesamte Diskussion anleiten, damit Ergebnisse erfasst werden und Konflikte vermieden werden.
    Beispiel

    Collective-Notebook-Methode (CNB-Methode)

    GliederungBeschreibung
    ZielErzeugung wechselseitiger Assotiationen
    MethodikWie Brainwriting. Statt im Gespäch ausgesprochen, werden die Ideen über einen bestimmten Zeitraum aufgeschrieben und später unter den Teilnehmern ausgetauscht oder diskutiert
    NotwendigModerator bei der Abschlussdiskussion
    Vorteil
    NachteilMindestens zwei Personen notwendig.
    BeispielInfomarkt

    Methode 635

    GliederungBeschreibung
    ZielErzeugung neuer Ideen
    Methodik6 Personen schreiben jeweils 3 Ideen in 5 Minuten nieder und tauschen danach die Ideen in einer festgelegten Reihenfolge untereinander aus um eine weitere Runde zu beginnen
    NotwendigAnalyse und Klassifizierung der aufgeschriebenen Ideen
    VorteilSchnelle und kompakte Ergebnisse.
    NachteilMindestens sechs Personen notwendig. Idden müssen anschliessend zum Teil weiter entwickelt werden.
    Beispiel

    Synektik

    GliederungBeschreibung
    ZielErzeugung wechselseitiger Assotiationen
    MethodikNach einer intensiven Beschäftigung mit einem Problem erfolgt eine räumliche oder Zeitliche Entfernung vom Stoff. Nach einer gewissen Zeitspanne, in der das Unterbewußtsein das Problem verarbeitet, soll durch Analogie, Assotiation, Strukturübertragung und -Vergleich eine spontane Lösung gefunden werden.
    NotwendigZeit bzw. das Fehlen von Zeitdruck
    VorteilGebiets- bzw. Themenfremde Ideen/Analogien werden berücksichtigt.
    Nachteilu.U. lange Zeiträume notwendig, bis erste Ergebnisse da sind.
    Beispiel

    Reizwortanalyse

    GliederungBeschreibung
    ZielErzeugung wechselseitiger Assotiationen
    MethodikNach einer intensiven Beschäftigung mit einem Problem erfolgt eine räumliche oder Zeitliche Entfernung vom Stoff. Nach einer gewissen Zeitspanne, in der das Unterbewußtsein das Problem verarbeitet, soll durch Analogie, Assotiation, Strukturübertragung und -Vergleich eine spontane Lösung gefunden werden. Gegenüber der Synektik wird die Zeitspanne, in der das Unterbewußtsein arbeitet, durch themenfremde Reizworte ober Bilder verkürtzt, neue Ideen werden praktisch durch diese angeregt.
    NotwendigIntensive Vorbereitungen
    VorteilGebiets- bzw. Themenfremde Ideen/Analogien werden berücksichtigt.
    NachteilGebiets- bzw. Themenfremde Ideen/Analogien sind u.U. durch die Reizworte oder Bilder beeinflusst oder beschränkt.
    Beispiel

    6-Hut-Denken

    GliederungBeschreibung
    ZielSuche nach Problemlösungsansätzen
    MethodikEs stehen sechs symbolische Hüte zur Verfügung. Jeder dieser Hüte steht für eine bestimmte Denkrichtung bzw. einen bestimmten Aspekt des Problems. Sie können nach Lust und Laune einen der Hüte aufsetzen und sich damit seine Einstellung zu eigen machen. Prinzip dieser Methode ist es, nacheinander verschiedene Standpunkte einzunehmen und auszudrücken:
    • Der weiße Hut steht für Objektivität und Neutralität. Informationen werden gesammelt, ohne bewertet zu werden. Es zählen nur Fakten und Zahlen, keine Emotionen und Urteile. Die persönliche Meinung ist vollkommen unwichtig
    • Der rote Hut steht für das ganz persönliche Empfinden und die subjektive Meinung. Alle Gefühle, die positiven wie die negativen, werden zugelassen, Sie können diffus sein, ohne sich rechtfertigen zu müssen
    • Der schwarze Hut benennt alle sachlichen Argumente, die Zweifel, Bedenken, Risiken ausdrücken, aber keine negativen Gefühle
    • Der gelbe Hut nennt die objektiven positiven Eigenschaften, d.h. Chancen und Pluspunkte, Hoffnungen und Ziele, also alle Aspekte, die für die Entscheidung sprechen
    • Der grüne Hut führt hin zu neuen Ideen. Er steht für Kreativität und Alternativen und ist ein Sinnbild dafür, über das Bisherige hinauszudenken. Er läßt Provokation und Widerspruch zu und kann alles formulieren, was zu neuen Ideen führt, egal wie verrückt oder undurchführbar diese Ideen sein mögen. Kritische Bemerkungen sind nicht erlaubt
    • Der blaue Hut steht für Kontrolle und Organisation, d.h. die Trägerin, der Träger dieses Hutes blickt von einer höheren Ebene auf den Gesamtprozeß, behält den Überblick und bringt die einzelnen Ergebnisse zusammen
    NotwendigDie "Hutbeschreibung" (siehe oben)
    VorteilMethode funktioniert auch bei einer einzelnen Person.
    Nachteil
    Beispiel

    Morphologische Kästen

    GliederungBeschreibung
    ZielZerlegung von Problemen in Teile und deren Systematisierung/Verknüpfung
    MethodikDas Problem wird systematisch in Teilaspekte zerlegt, alle Ausprägungen der Teilaspekte werden in einer Tabelle dargestellt und dann systematisch miteinander kombiniert.
    NotwendigNur ein Stück Papier
    Vorteil
    Nachteil
    BeispielBeteiligtenanalyse Tabelle

    Morphologische Matrix

    GliederungBeschreibung
    ZielZerlegung von Problemen in Teile und Verknüpfung von Teillösungen zur einer Gesamtlösung
    MethodikWie morphologische Kästen, jedoch weiter spezifiziert und reglementiert. Das Problem wird systematisch in Teilprobleme zerlegt. Die Eigenschaften dieser Teilprobleme werden auf ein Blatt Papier aufgeschrieben. Danach wird aus den Eigenschaften und den Teilproblembezeichnungen eine Matrix erstellt, in die man die entsprechenden Merkmale eintragen kann. Anschließend sucht man die Lösungen der Teilprobleme und kombiniert diese zu einer Gesamtlösung.
    NotwendigNur ein Stück Papier
    Vorteil
    Nachteil
    BeispielBeteiligtenanalyse Tabelle

    Concept Mapping

    GliederungBeschreibung
    ZielAnalyse von Ursache-Wirkungs-Strukturen und komplexen Sachverhalten
    MethodikEs werden mehrere Kerngedanken in einem Nertwerk aus richtungsweisenden, mehrdimensionalen Verbindungen visualisiert.
    NotwendigFlipchart oder Pinnwand
    VorteilMethode funktioniert auch bei einer einzelnen Person.
    Nachteil
    BeispielBeteiligtenanalyse Kräftefeld

    Mind Mapping

    GliederungBeschreibung
    ZielStrukturierung und Visualisierung von Problemstellungen
    MethodikIn dem man mit Hilfe unidirektionaler Verbindungen und hierarchischer Baumstrukturen ein Problem zergliedert und die Verbindungen der Problemteile herstellt, versucht man einen Weg zu finden ein Problem zu lösen.
    NotwendigFlipchart oder Pinnwand
    VorteilMethode funktioniert auch bei einer einzelnen Person.
    Nachteil
    BeispielMindmap KickOff Meeting

    Osborn Methode

    GliederungBeschreibung
    ZielStrukturierung und Eingrenzung von Problemstellungen
    MethodikDas Problem wird struktiriert und analysiert, in dem man versucht Antworten auf folgende Fragen zu finden :
    • Wofür kann ich es noch verwenden? Kann ich es anders einsetzen?
    • Weist das Problem auf andere Ideen hin? Ist es etwas anderem ähnlich?
    • Was läßt sich ändern? Welche Eigenschaften lassen sich umgestalten?
    • Läßt sich etwas vergrößern, hinzufügen, vervielfältigen?
    • Läßt sich etwas verkleinern, wegnehmen, verkürzen?
    • Was kann ersetzt werden? Welche Bedingungen können geändert werden?
    • Kann die Reihenfolge oder Struktur geändert werden?
    • Kann die Idee ins Gegenteil gekehrt werden? Kann der Ablauf umgekehrt werden?
    • Können Ideen kombiniert oder Personen verbunden werden?
    NotwendigFragenkatalog (siehe oben)
    VorteilMethode funktioniert auch bei einer einzelnen Person.
    Nachteil
    Beispiel

    TILMAG Methode

    GliederungBeschreibung
    ZielBildung von Analogien und Assotiationen
    MethodikTILMAG bedeutet Transformation idealer Lösungselemente in Matrizen zur Bildung von Assoziationen und Suche von Gemeinsamkeiten. Es besteht eine Ähnlichkeit zur Synektik, die Ideenfindung ist jedoch durch das Schema stukturierter und einfacher.
    Nr.PhaseErgebnis
    1 Problemdefinition Entwicklung prinzipieller Ideen
    2 Definition der idealen Lösungselemente Auflistung der Idealeigenschaften
    3 paarweise Konfrontation der Wunschelemte in einer Matrix Assoziationen zu der Paarung werden aufgeschrieben
    4 Übertragung der Assoziationen auf das Problem mit einer ertsen Stufe Auflistung der sich ergebenden Ideen
    5 Welche Gemeinsamkeiten bestehen zwischen zwei der Assoziationen Erstellung einer Gemeinsamkeitsmatrix
    6 Ideenentwicklung aus der Gemeinsamkeitsmatrix Anlegen einer Ideensammlung, Auflisten der Ideen
    NotwendigSchema (siehe oben)
    Vorteil
    Nachteil
    Beispiel

    Umkehrmethode

    GliederungBeschreibung
    ZielSuche nach alternativen Problemlösungswegen
    MethodikFormulieren Sie Ihr Problem in sein Gegenteil um. Finden Sie für diese Problematik (das Gegenteil) Lösungsvorschläge. Dazu können Sie sich auch den anderen Methoden wie z.B. Brainstorming bedienen. Kehren Sie diese Ideen wiederum in ihr Gegenteil um und analysieren Sie ihre Umsetzbarkeit für Ihr eigentliches Problem.
    Notwendig
    VorteilMethode funktioniert zum Teil auch bei einer einzelnen Person.
    Nachteil
    Beispiel

    TRIZ - Theorie des erfinderischen Problemlösens

    GliederungBeschreibung
    ZielSystematische Suche nach neuen lösungen (Erfingungssuche)
    Methodik TRIZ beduetet "Teorija reschenija isobretatelskich Zadach", auf Deutsch "Theorie des erfinderischen Problemlösens". TRIZ ist, so zu sagen, ein Werkzeug- bzw. Bausteinkasten, welcher verschiedene Methoden/Vorgehensweisen/Techniken zur Lösung von Problemen und zur Findung von neuen Lösungen bereit stellt :
    • 40 Wege vom Trivialen zum Genialen.
      Einsetzbar für leichte bis mittelschwere Aufgaben
    • System von abstrahierten Standarlösungen der Erfindungsaufgaben : 5 Klassen / 76 Standards , Methode zur Anwendung der Standards.
      Einsetzbar für leichte bis mittelschwere Aufgaben
    • ARIZ - Algorithmus bzw. Schrittverfahren zur Lösung der Erfindungsaufgaben.
      Besinders schwierige Erfindungsaufgaben
    • Methode der Stoff-Feld-Strukturanalyse technischer Systeme.
      abstrahierte Analyse technischer Systeme, Arbeitsmittel für die Werkzeuge "System von abstrahierten Standarlösungen der Erfindungsaufgaben" und ARIZ
    • Methoden zum überwinden physikalischer Widersprüche.
      Werkzeug von ARIZ.
    • Methoden zur Analyse von Systemressourcen.
      Arbeitsmittel für die Werkzeuge "System von abstrahierten Standarlösungen der Erfindungsaufgaben" und ARIZ
    • Datenbank physikalischer, chemischer, geometrischer und anderer Effekte und Ihrer Anwendungen (z.B. in der Technik).
      Arbeitsmittel für die Mehtoden und Techniken in TRIZ.
    • Techniken zur Steigerung des innovativen Denkens und Reduzierung der Denkträgheit : Operator GZK (Größe-Zeit-Kosten), Modellieren mit Hilfe "kleiner Männchen" u.a.
      Arbeitsmittel für die Mehtoden und Techniken in TRIZ.
    • Antizipierende bzw. vorausschauende Fehlererkennung (AFE) in (technischen) Systemen.
      Spezielle Methode zur Analyse und Vorhersage möglicher Fehlerszenarien.
    • Entwicklungsgesetze der (technischen) Systeme.
      Evaluationsprognose, erstellen von Überwachungsmonitoren.
    NotwendigPapier
    VorteilMethode funktioniert zum Teil auch bei einer einzelnen Person.
    NachteilAufwendig und zum Teil Zeitintensiv
    Beispiel

    ARIZ - Algorithmus bzw. Verfahren zur Lösung der Erfindungsaufgaben

    GliederungBeschreibung
    ZielSystematische Suche nach neuen lösungen (Erfingungssuche)
    Methodik ARIZ ist ein Algorithmus bzw. Schrittverfahren zur Lösung von komplexen oder schwierigen Erfindungsaufgaben. (Hier in einer ziehmlich frühen Fassumg, sog. ARIZ-61)
    • Analytische Phase
      • Definiere das Problem
      • Beschreibe das ideale Endresultat (IER)
      • Definiere Widersprüche, die der Realisierung des IER entgegenstehen
      • Analysiere Herkunft und Ursachen der Widersprüche
      • Definiere Bedingungen zur Überwindung der Widersprüche
    • Operative Phase
      • Prüfe alle möglichen Veränderungen der Parameter und technischen Charakterisitk
      • Prüfe die Möglichkeit der Aufteilung in unanhängige Teilsysteme :
        • Isoliere ein "schwaches" und/oder ein "notwendiges und hinreichendes" Teilsystem
        • Teile das Objekt in gleichartige und/oder funktionsdifferenzierte Teilsysteme
      • Prüfe mögliche Veränderungen in dem jeweiligen Umfeld des Objektes und seiner Parameter
        • Gliedere das Objektumfeld in Teile mit unterschiedlichen Eigenschaften
        • Nutze die Externalitäten zur Ausführung erwünschter Funktionen
      • Prüfe mögliche Veränderungen von Verfahren im Zusammenspiel mit der gegebenen Technik
        • Untersuche die Verknüpfung von zuvor unabhängigen technischen Systemen zu einem funktionierendem Gesamtsystem
        • Entferne ein Verfahren und übertrage seine Funktionen auf ein anderes
        • Steigere die Zahl simultan ablaufender Verfahrensschritte (z.B. bei einer Fläche durch Ausnutzung der freien Rückseite dieser Fläche)
      • Untersuche Beispiele aus anderen Zweigen von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft, wie der vorliegende Zielkonflikt in anderen Disziplinen gelöst wurde
      • Kehre zur Ausgangsfragestellung zurück und formuliere die Bedingungen allgemeiner oder wechsle zu einer einer vertrauteren Aufgabenstellung, wenn die virangegangenen Schritte ergebnislos blieben
    • Synthetische Phase
      • Verändere die Gestalt des betrachteten (technischen) Systems
      • Verändere die anderen Verfahren, die mit dem betrachteten System zusammenhängen
      • Verändere das verfahren beim Einsatz der betrachteten Technik
      • Prüfe den Einsatz eines gefundenen Prinzips zur Lösung eines anderen (technischen) Problems
    NotwendigPapier
    VorteilMethode funktioniert zum Teil auch bei einer einzelnen Person.
    NachteilAufwendig und zum Teil Zeitintensiv
    Beispiel

    40 Wege vom Trivialen zum Genialen

    GliederungBeschreibung
    ZielSuche nach alternativen Problemlösungswegen
    MethodikErster Baustein von TRIZ. Nach TRIZ werden 40 verschiedene Methoden bzw. Möglichkeiten zur Vorgehensweise definiert, welche systematisch dabei helfen können (aber nicht müssen) aus eine Sackgasse bei einer Problemlösung herauszukommen oder einen "Durchbruch", eine neue Idee vorzubereiten :

  • Segmentierung
      Technisches Problem : Gliedere ein System in Module, erhöhe den Grad der Unterteilung, oder lege das Objekt zerlegbar aus.
      Verallgemeinerung :
  • Extraktion
      Technisches Problem : Löse einen "störenden" Bestandteil heraus und betrachte ihn gesondert.
      Verallgemeinerung :
  • Lokale Optimierung
      Technisches Problem : Überganz von einer homogenen Struktur eines Objektes zu einem heterogenen Aufbau/Zusammensetzung. Verschiedene Teile des Objektes übernehmen verschiedene Aufgaben, optimiere jeden Bestandteil für sich.
      Verallgemeinerung :
  • Asymetrie
      Technisches Problem : Ersetze eine symmetrische Struktur durch eine asymmetrische oder steigere den Grad der Asymetrie, wenn sie bereits asymmetrisch ist.
      Verallgemeinerung :
  • Kombination
      Technisches Problem : Räumliches Zusammenfügen und zeitliches Vertakten von Einzelfunktionen.
      Verallgemeinerung :
  • Universalität
      Technisches Problem : Ein System erfüllt unterschiedliche Funktionen.
      Verallgemeinerung :
  • Verschachtelung
      Technisches Problem : Das Prinzip der russischen Puppen : bette ein Objekt in ein anderes ein, diese ggf. in ein drittes usw. ...
      Verallgemeinerung :
  • Gegengewichte
      Technisches Problem : Kompensatiosmechanismen.
      Verallgemeinerung :
  • Vorbeugende Gegenwirkung
      Technisches Problem : Verhindere durch gegenmaßnahmen das Auftreten von unerwünschter Effekte.
      Verallgemeinerung :
  • Antizipierte Wirkung
      Technisches Problem : Schaffe Bedingungen, unter denen die beabsichtigte Wirkung oder der vorgesehene Effekt eintritt.
      Verallgemeinerung :
  • Vorsorgliche Absicherung
      Technisches Problem : Kompensiere Schwachstellen durch Gegenmaßnahmen.
      Verallgemeinerung :
  • Äquipotentialität
      Technisches Problem : Arrangiere das Umfeld so, dass der Aufwand für die Wechselwirkung mit dem Objekt minimiert wird.
      Verallgemeinerung :
  • Inversion (Funktionsumkehr)
      Technisches Problem : Hinterfrage die von der Problemspezifikation festgelegte Wirkung und untersuche die gegenteilige Wirkung.
      Verallgemeinerung :
      Siehe auch : Umkehrmethode.
       
  • Krümmung (Nichlinearität)
      Technisches Problem : Wo lassen sich lineare Elemente durch nichtlineare erstetzen (z.B. ebene Flächen durch gekrümmte, Translationsbewegungen durch Rotation); Ausnutzen von Zentrifugalkräften.
      Verallgemeinerung :
  • Dynamisierung
      Technisches Problem : Gestalte das Objekt oder seine Umgebung so, dass es sich in allen Betriebszuständen automatisch auf optimales Verhalten einstellt; teile das Objekt in Elemente, die zueinander beweglich sind und sich optimal arrangieren können; mache ein statisches Objekt beweglich, verstellbar oder austauschbar.
      Verallgemeinerung :
  • Teil- oder Übererfüllung
      Technisches Problem : Wenn der gewünschte Effekt hundertprozentig schwierig zu erreichen ist, löse das Problem durch Teil- oder Übererfüllung mit anschließender Korrektur.
      Verallgemeinerung :
  • Dimensionserhöhung
      Technisches Problem : Umgehe Schwierigkeiten eindimensionaler Anordnungen durch Ausweichen in der Ebene, oder Übergang von Flächen- zur Reumgestalt, Auflösen der Gleichzeitigkeit durch Einführung der Zeitlichen Dimension; Verwendung von Mehrschicht-Anordnungen statt Einzellagen; neige das Objekt oder bringe es in Seitenlage.
      Verallgemeinerung :
  • Vibration
      Technisches Problem : Versetze das Objekt in Schwingungen , variriere die Frequenz, nzutze die Resonanzfrequenz aus.
      Verallgemeinerung :
  • Periodizität
      Technisches Problem : Ersetze Analog- durch Digitalvorgänge; verwende Pulsanregungen an Stelle oder in Verbindung mit kontinuierlicher Einwirkung auf das System; nutze Pausen aus; nutze die Parameter periodischer Vorgänge
      Verallgemeinerung :
  • Kontinuität
      Technisches Problem : Eliminiere Leer- und Stillstandszeiten.
      Verallgemeinerung :
  • Geschwindigkeit
      Technisches Problem : Führe Prozess mit so hoher Geschwindigkeit durch, dass er abgeschlossen ist, bevor Nebenwirkungen sich entfalten können.
      Verallgemeinerung :
  • Von der Not zur Tugend
      Technisches Problem : Untersuche negative oder Störeffekte auf Verwendungsmöglichkeiten.
      Verallgemeinerung :
  • Rückkopplung
      Technisches Problem : Verwende Rückkoppelungen zur Optimierung des Verhaltens; sind sie vorhanden, ändere sie oder kehre sie um.
      Verallgemeinerung :
  • Mediation
      Technisches Problem : Nutze ein vermittelndes Obkejt, um die Wirkung zu übertragen oder zu fördern; verbinde das System vorrübergehen mit eine anderemm leicht auszuwechselndem Objekt.
      Verallgemeinerung :
  • Selbstwartung
      Technisches Problem : Lass das Objekt sich selbst warten und eigene Hilfs- und Reparaturfunktionen ausführen; nutze Material- und Energie-"Abfälle".
      Verallgemeinerung :
  • Kopieren, Visualisierung
      Technisches Problem : Verwendung einfacher und preiswerter Kopien an Stelle eines komplexen, teuren, fragilen oder umständlich zu handhabenden Objektes. Ersetze ein Objekt durch eine optische Kopie oder ein Abbild. Ersetze sichtbare Kopien durch Infrarote oder Ultraviolette.
      Verallgemeinerung :
  • Einwegkomponenten
      Technisches Problem : Ersetze teure Objekte durch billige Einwegprodukte.
      Verallgemeinerung :
  • Substitution von Mechanik
      Technisches Problem : Ersetzung durch optische, akustische, elektronagnetische und andere Systeme.
      Verallgemeinerung :
  • Pneumatik und Hydraulik
      Technisches Problem : Ersetze starre Bestandteile eines Objektes durch ein Gas oder eine Flüssigkeit.
      Verallgemeinerung :
  • Flexible Membranen oder dünne Filme
      Technisches Problem : Ersetze tradizionelle Konstruktionen durch Dünnschichttechnik.
      Verallgemeinerung :
  • Por&aumlöse Materialien
      Technisches Problem : Ersetze Komponenten durch poröse Bestandteile oder füge sie hinzu. Wenn ein Objekt bereits porös ist, nutze die Poren mit einer geeigneten Substanz.
      Verallgemeinerung :
  • Farbänderungen
      Technisches Problem : Wechsel der Farbgestaltung eines Objektes oder seiner Umgebung; Ausnutzung der Transparenz. Verwende selbst,- rück oder nachleuchtende Elemente zur Unterstützung der Funktion.
      Verallgemeinerung :
  • Homogenität
      Technisches Problem : Wähle Teile, die mit einer Hauptkomponentezusammenwirken, möglichst aus demselben oder einem ähnlichen Material.
      Verallgemeinerung :
  • Verwerfen und Wiedergewinnen
      Technisches Problem : Nachdem ein Teil seine Funktion erfüllt hat und unbrauchbar ist, entferne oder modifiziere es (verwerfen, auflösen, verdampfen). Ersetze unmittelbar aufgebrauchte oder verschlissene Teile.
      Verallgemeinerung :
  • Zustandsänderungen
      Technisches Problem : Verändere physikalische oder chemische Parameter (Temperatur, Dichteverteilung, Viskosität).
      Verallgemeinerung :
  • Phasenübergägnge
      Technisches Problem : Nutze Effekte aus, die auf Phasenübergängen eines Stoffes beruhen.
      Verallgemeinerung :
  • Thermische Ausdehnung
      Technisches Problem : Verwende ein material, dass sich bei Erwärmung ausdehnt oder zusammenzieht; oder verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten.
      Verallgemeinerung :
  • Starke Oxidantien
      Technisches Problem : Behandle das Objekt mit komprimierter oder sauerstoffangereicherter Luft, reinem Sauerstoff oder Ozon.
      Verallgemeinerung :
  • Inerte Umgebung
      Technisches Problem : Isoliere das System oder bette es in eine geschützte Umgebung ein. Führe ein Prozess im Vakkum durch.
      Verallgemeinerung :
  • Materialverbund
      Technisches Problem : Ersetze homogenes Matierial durch einen Verbundwerkstoff.
      Verallgemeinerung :
  • Notwendig
    VorteilMethode funktioniert zum Teil auch bei einer einzelnen Person.
    NachteilBei Kombination der Werkzeuge Aufwendig und zum Teil Zeitintensiv
    Beispiel