Brainstorming

Brainstorming haben viele verschiedene Varianten und Ausprägungen, hier einige von denen:

Brainstorming

GliederungBeschreibung
ZielErzeugung wechselseitiger
Assotiationen
MethodikIn einem Gespräch oder
Diskussionsrunde werden über einen begrenzten Zeitraum
Ideen oder Schlagworte in die Runde eingeworfen, die
anschliessend strukturiert und besprochen
werden. Dabei sollten folgende Spielregeln beachtet werden :

  • Alle Teilnehmer müssen ihr
    Faktenwissen einbringen, auch wenn es für das Problem
    nicht relevant erscheint (denn es kann Assoziationen bei
    anderen wecken).
  • Einfälle der Teilnehmer
    dürfen nicht reglementiert werden.
  • Problemorientierung geht vor
    Lösungsorientierung, denn frühzeitiges
    "Einschießen" auf eine Lösung erschwert
    das Auffinden von Alternativen.
  • Geringer Konsens kann auch
    fördernd auf das Hervorbringen neuer, innovativer Ideen
    wirken.
  • Die Ideenbewertung kommt nach der
    Sitzung; diese dient der Ideenfindung.
  • In hierarchisch strukturierten
    Gruppen mit Abhängigkeitsverhältnissen darf der
    Vorgesetzte die von ihm vermutete oder favorisierte
    Lösung nicht äußern, denn die anderen
    schwenken sonst leicht darauf ein, anstatt innovativ und
    kreativ zu sein.
  • Quantität geht vor
    Qualität, denn es geht zunächst darum, Ideen zu
    produzieren.
  • Jeder Versuch einer Kritik oder
    Stellungnahme während der Sitzung soll vermieden oder
    aufgeschoben werden.
  • Es besteht kein individuelles Urheberrecht an Ideen, sondern ein kollektives, denn Kennzeichen des Brainstormings ist das Aufgreifen und Weiterspinnen von Ideen. Daher kann sich kein Beteiligter das Ergebnis oder Teile davon auf seine Fahne schreiben.

NotwendigModerator
VorteilKann spontan gemacht werden, keine große Vorbereitung notwendig.
NachteilMindestens zwei Personen notwendig. Moderator muss die Diskussion anleiten, damit Ergebnisse erfasst werden und Konflikte vermieden werden.
BeispielBesprechungsleitfaden

Brainwriting

GliederungBeschreibung
ZielErzeugung wechselseitiger Assotiationen
MethodikAnalog zu Brainstorming. Statt im Gespäch ausgesprochen, werden die Ideen aufgeschrieben und unter den Teilnehmern ausgetauscht.
NotwendigModerator, Papier, evtl. Pinnwand
VorteilKann spontan gemacht werden, keine große Vorbereitung notwendig.
NachteilMindestens zwei Personen notwendig. Die Regeln/Vorgehensweise sind erklärungsbedurftig. Moderator muss die Abschluss-Diskussion anleiten, damit Ergebnisse erfasst werden und Konflikte vermieden werden.
Beispiel

Metaplan oder Moderationsmethode

  • Metaplan oder Moderationsmethode

  • GliederungBeschreibung
    ZielErzeugung wechselseitiger Assotiationen
    MethodikWie Brainwriting. Statt im Gespäch ausgesprochen, werden die Ideen auf Kärtchen aufgeschrieben und und anschliessend aufgehängt, strukturiert und ergänzt.
    NotwendigModerator, Papierkärtchen, Pinnwand
    VorteilKann spontan gemacht werden, keine große Vorbereitung notwendig.
    NachteilMindestens zwei Personen notwendig. Die Regeln/Vorgehensweise sind erklärungsbedurftig. Moderator muss die gesamte Diskussion anleiten, damit Ergebnisse erfasst werden und Konflikte vermieden werden.
    Beispiel

    Collective-Notebook-Methode (CNB-Methode)

    GliederungBeschreibung
    ZielErzeugung wechselseitiger Assotiationen
    MethodikWie Brainwriting. Statt im Gespäch ausgesprochen, werden die Ideen über einen bestimmten Zeitraum aufgeschrieben und später unter den Teilnehmern ausgetauscht oder diskutiert
    NotwendigModerator bei der Abschlussdiskussion
    Vorteil
    NachteilMindestens zwei Personen notwendig.
    BeispielInfomarkt

    Methode 635

    GliederungBeschreibung
    ZielErzeugung neuer Ideen
    Methodik6 Personen schreiben jeweils 3 Ideen in 5 Minuten nieder und tauschen danach die Ideen in einer festgelegten Reihenfolge untereinander aus um eine weitere Runde zu beginnen
    NotwendigAnalyse und Klassifizierung der aufgeschriebenen Ideen
    VorteilSchnelle und kompakte Ergebnisse.
    NachteilMindestens sechs Personen notwendig. Idden müssen anschliessend zum Teil weiter entwickelt werden.
    Beispiel